SYSTEMISCH DENKEN MACHT EINEN UNTERSCHIED

 

Systemisches Arbeiten ist vor allem eine Frage der Haltung. Die Grundhaltung eines wertschätzenden und ressourcenorientierten Umgangs mit Menschen und den Systemen in die sie eingebunden sind, hat mich in der Ausbildung und in der praktischen Arbeit überzeugt.

 

Ideen der systemischen Therapie und Beratung, wie die der Kontextabhängigkeit und der Sinnhaftigkeit von sogenannten Problemen als Lösungskonstruktionen sind Perspektiven die im Beratungsprozeß zur Lösungsentwicklung beitragen.

 

"Die Probleme von heute beruhen auf den Lösungen von gestern" schrieb Peter Senge (zit. nach WILKE 1994, S. 183). Über Zirkularität und Neugierde wird die Produktion neuer Gedanken angeregt, die,  wie oben erwähnt, für den Auftraggeber einen Unterschied machen. Hilfreiche Ideen sollen einen Möglichkeitsraum eröffnen, der in der Lebenswelt der Person und der Organisation Sinn macht.

 

Systemisches Arbeiten lebt von der Vielfalt der Methoden, der "Unterschiede die Unterschiede machen" (Fritz B. Simon, 1992) aber vor allem von den Menschen, die sich auf Neues einlassen um Altes wertschätzend zu bewahren oder sich davon zu verabschieden. 

 

 

Welche Vorteile hat die Systemische Arbeitsweise für Sie als Kunden?

 

- Ihre Ziele und Lösungsmöglichkeiten werden individuell erarbeitet, es wird kein Schema abgewickelt

- Die Lösungen und Ziele sind nachhaltig und bleiben auch in schwierigen Situationen präsent und abrufbar

- Die Ressourcenorientierung fördert Mitarbeiter in der Motivation

- Im Gegensatz zu anderen Beratungsformen können Ziele und Lösungen in einer kürzeren Zeit erreicht werden

 

 

 

 

Unterschied Beratung - Therapie - Coaching

Aus: Arist von Schlippe und Christian Hawellek - Entwicklung unterstützen - Unterstützung entwickeln: systemisches Coaching nach dem Marte-Meo-Modell. Göttingen 2005, S. 22. (Vorschau auf Google.Books)

 

 

 

Systemische Beratung

 

Systemische Konzepte fanden in Verbindung mit konstruktivistischen Denkansätzen nicht nur in der Familientherapie sondern auch in der Sozialarbeit aufgrund ihrer Praxistauglichkeit frühe Resonanz. Heute findet sich systemisch orientierte Beratung neben mittlerweile klassischen Arbeitsfeldern wie Familien- und Erziehungsberatung oder sozialpädagogischer Familienhilfe (SPFH) in vielen unterschiedlichen Bereichen wie Schule und Erziehung, Pflege und Rehabilitation, Verwaltung und Justiz (Familiengerichte), Sozial- und Fallmanagement, Seelsorge und Organisationsberatung.

 

Je nach Auftrag findet systemische Beratung in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien, Teams, Gruppen, Organisationen und größeren Systemen bis hin zur Gemeinwesenarbeit statt.

 

Systemische Beratung teilt die systemisch-konstruktivistischen Grundideen der Systemischen Therapie. Sie unterscheidet sich durch ein breiteres Spektrum von zu bearbeitenden Anliegen, Auftragslagen und Vorgehensweisen.

 

Mit einer Haltung von Respekt, Neugier und Wertschätzung können mittels vielfältiger Methoden soziale Prozesse in unterschiedlichsten sozialen Kontexten reflektiert sowie eigene Ressourcen genutzt und verstärkt werden, um neue Lösungswege zu eröffnen. Dabei werden sowohl kontextuelle, interaktive als auch individuelle Bedingungen berücksichtigt.

 

(u. a. aus: Richtlinien der Systemischen gesellschaft)

 

 

Systemisches Coaching

 

 

Systemisches Coaching ist ein aufgabenbezogenes, ressourcen- und lösungsorientiertes Beratungsformat für Führungs- und Leitungskräfte sowie Teams und Einzelpersonen in Organisationen. Es dient der Erweiterung von Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten und der Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung von Menschen in ihren jeweiligen Arbeitswelten – unter Berücksichtigung aller relevanten Systemebenen.

 

Als personen- und beziehungsgebundene Beratungsform reicht die Vorgehensweise im Coaching weit über die Anwendung erlernter Methoden und Techniken hinaus.

 

Wesentliche Voraussetzung für das Gelingen ist die Persönlichkeit des Coach selbst. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an Ausbildung seiner persönlichen Kompetenzen, die in den Coaching-Weiterbildungen der Mitgliedsinstitute der Systemischen Gesellschaft vermittelt werden.

 

Systemische Coaches (SG) verfügen über einen multiprofessionellen Erfahrungshintergrund. Ihr Beratungsangebot richtet sich sowohl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlich-rechtlicher, klinischer und sozialer Organisationen wie aus Wirtschaftsunternehmen. Sie verfügen über ein systemisches Verständnis der strukturellen und kommunikativen Komplexität von Organisationshandeln und verbinden personspezifische und organisationsbezogene Beratungskompetenz.

 

Ein besonderer Akzent liegt auf der Kenntnis und Nutzung psychodynamischer Prozesse und kommunikativer Muster der Beziehungsgestaltung, ergänzt um ein fundiertes Erfahrungswissen im Bereich von Führung und Struktur von Unternehmen und Organisationen und ein breites Repertoire beraterischer Methoden und (Frage-)Techniken.

 

Loyalität gegenüber Klienten und Auftraggeber, klare Abstimmungen bei Dreiecksverträgen, “best practice” im Dienst des Anliegens, Ziel- und Ergebnisorientierung des Prozesses sowie Transparenz des Vorgehens und Verschwiegenheit gegenüber Dritten sind dabei selbstverständliche Arbeitsprinzipien.

 

(u. a. aus: Richtlinien der Systemischen gesellschaft)

 

 

 

Systemische Supervision

 

 

Systemische Supervision ist ein professionelles Verfahren der Beobachtung und Reflexion beruflicher Praxis innerhalb und außerhalb von Organisationen, das in unterschiedlichen Settings angeboten wird (Einzelne, Gruppen, Teams etc.). Ursprünglich in klinischen und psychosozialen Kontexten als Verfahren fallbezogener Praxisanleitung von Sozialarbeitern und Psychotherapeuten durch erfahrene Praktiker konzipiert, wird sie zunehmend auch als Reflexionsmöglichkeit im betrieblichen Kontext (Leitungssupervision, Organisationssupervision etc.) von Wirtschafts- und Nichtwirtschaftsunternehmen genutzt.

 

Als personenbezogene Beratung in Organisationen hat die Systemische Supervision aber (im Unterschied etwa zur klassischen „sachbezogenen“ Organisationsberatung) in der Regel nicht die Entscheidungen der Organisation selbst im Fokus, sondern den Bereich der unmittelbaren, direkten und beobachtbaren Kommunikation der Organisations-Mitglieder.

 

Organisationen sind in erheblichem Umfang auf diese Kommunikationsprozesse angewiesen, die allerdings gewissermaßen ein Eigenleben führen, auch wenn es die Organisation ist, die Interaktion initiiert und organisiert.

 

Der systemische Ansatz verfügt über spezifische Besonderheiten, die für die Supervision dieser Kommunikationsprozesse besonders förderlich sind:

 

  • eine ausdifferenzierte und komplexe Theorie der Organisation als Sozialsystem, die es erlaubt, individuelles berufliches Handeln im Kontext eines größeren Systems zu betrachten
  • Ein breites Spektrum von Methoden und Techniken Systemischer Beratung für einen strukturierten und strukturierenden Umgang mit Mehrpersonensystemen
  • Orientierung an den Anliegen der supervidierten Systeme und dialogische bzw. trialogische Auftragsklärung mit Supervisanden und Organisationsleitung
  • Ziel- und Lösungsorientierung in Bezug auf die präsentierten Anliegen
  • Ausrichtung an den Ressourcen und bereits vorhandenen positiven Kooperationserfahrungen
  • Eine allparteiliche Haltung und Gender-Sensibilität
  • Eine angemessene affektive Rahmung von Klärungsprozessen, die für einen guten Ausgleich von Stimulation und Beruhigung sorgt.

 

Auch im Weiterbildungsbereich nimmt systemische Supervision eine zentrale Rolle in den systemischen Curricula ein. Supervidiert werden Einzelne, Gruppen und Teams. Inhaltlich und formal wird zwischen Fallsupervision, Team- und Konzeptentwicklung unterschieden. Supervision kann auch in Form von Live- Supervision oder Konsultation erfolgen.

 

 

 

(u. a. aus: Richtlinien der Systemischen gesellschaft)

 

 

Welchen Einfluss hat die Profession auf die Sichtweise?

 

Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag, der trotzdem die Unterschiedlichen Arbeitsweisen auf den Punkt bringt.

Geschichte der Systemischen Therapie:
Timeline

 

1940 Karl Ludwig von BertalanffyDer Organismus als physikalisches System betrachtet, Die Naturwissenschaften, 28:521-531
1942 Gründung der American Association for Marriage and Family Therapy (AAMFT)
1946 Murray Bowen, Gründungsdirektor des Family Center der Georgetown University und Gründungspräsident der American Family Therapy Association, an der Menninger Clinic

Carl Whitaker behandelt an der Psychiatrischen Abteilung der Emory University fokussiert Patienten mit Schizophrenie und deren Familien

1949 Karl Ludwig von BertalanffyZu einer allgemeinen Systemlehre, Biologia Generalis, 195:114-129
1950 Gregory Bateson beginnt seine Arbeit am Palo Alto VA
1951 Jürgen Ruesch & Gregory BatesonCommunication: The Social Matrix of Society
1952 Gregory Bateson erhält Rockefeller-Stipendium, um in Palo Alto Wynne Kommunikation am NIMH zu studieren
1954 Gregory Batesons Forschungsprojekt über schizophrene Kommunikation

Murray Bowen am National Institute of Mental Health

Society for the Advancement of General Systems Theory von Karl Ludwig von BertalanffyKenneth Ewert BouldingRalph W. Gerard & Anatol Rapoport gegründet

1956 Double bind theory
Gregory BatesonDon JacksonJay Haley & John Weakland: Toward a theory of schizophrenia Behavioral Science, 1, (4), 251-264
1957 Familienhomöostase
Don JacksonThe question of family homeostasis The Psychiatric Quarterly Supplement, 31 (part 1), 79-90

Nathan Ackerman eröffnet the Family Mental Health Clinic of Jewish Family Services in New York

Ivan Boszormenyi-Nagy eröffnet Family Therapy Department am EPPI in Philadelphia

Nathan AckermanThe psychodynamics of family life

Society for the Advancement of General Systems Theory umbenannt in Society for General Systems Research

1959 Don D. Jackson gründet das Mental Research Institute (MRI) in Palo Alto, Kalifornien.
Hier arbeiten u. a. Richard FischJay Haley, Jules Riskin, Virginia Satir, Paul Watzlawick und John Weakland.

Interactional Theory, Conjoint Family Therapy
Don JacksonFamily interaction, family homeostasis and some implications for conjoint family psychotherapy In: J. Masserman (Ed.). Individual And Familial Dynamics (pp. 122-141). NY: Grune & Stratton

1961 John Elderkin BellFamily Group Therapy

Nathan AckermanJay Haley und Don Jackson gründen die Zeitschrift Family Process

1963 Strategische Familietherapie
Jay HaleyStrategies of Psychotherapy
1964 Virginia SatirConjoint Family Therapy Science and Behavior Books, Palo Alto
1965 The Family Institute gegründet von Nathan Ackerman (umbenannt in Ackerman Institute in 1971)

Salvador Minuchin wird Direktor der Philadelphia Child Guidance Clinic

1967 Kybernetik in der Familientherapie
Gregory BatesonKybernetische Erklärung. In: Bateson, G. (1972): Ökologie des Geistes. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

 

Watzlawick et al. Pragmatics of Human Communication

H. V. Dicks: Marital Tensions

Richard Fisch gründet das Brief Therapy Center am MRI

1969 Paul Watzlawick: "Menschliche Kommunikation"

Geburtsstunde der Familienskulpturarbeit
David Kantor leitete im Frühjahr 1969 mit Fred Duhl und Madleine Gerrish eine Ausbildungsgruppe.

Virginia Satir setzt Kommunikationsformen in Familien in Körperhaltungen um und ließ die einzelnen Mitglieder des Systems sprachlos, ausschließlich über ihren Körper interagieren. Diese Komplexitätsreduktion ließ die problemerhaltenden Kommunikationsmuster in einer Dichte und Deutlichkeit hervortreten, die es für die Betroffenen und Außenstehenden leichter machte, zu sehen und zu spüren, wofür es Lösungen bedurfte.

1972 Gregory BatesonSteps to an Ecology of Mind
1973 Familienskulptur
Duhl B.S., Kantor D., Duhl F. (1973) Learning, Space and Action in Family Therapy: A Primer of Sculpture. In: Bloch D. (Hrsg.), Techniques of Family Psychotherapy. Grune & Stratton, New York

Papp P.; Silverstein, O.; Carter, E. (1973). Family Sculpting in Preventive Work with "Well Families". Family Process, 12, S. 197 - 212

Mehrgenerationentherapie
Ivan Boszormenyi-Nagy & G. Spark: Invisible Loyalities

Center for Family Learning gegründet von Phil Guerin

1974

Mara Selvini Palazzoli: Self-Starvation. From the Intrapsychic to the Transpersonal Approach to Anorexia Nervosa

Paul Watzlawick, John Weakland, Richard FischChange, Principles of Problem Formation and Problem Resolution

Strukturelle Familientherapie
Salvador MinuchinFamilies and Family Therapy

Radikaler Konstruktivismus
Ernst von GlasersfeldPiaget and the Radical Constructivist Epistemology. In C.D.Smock & E. von Glasersfeld (Eds.), Epistemology and education. Athens, GA: Follow Through Publications, 1-24.

1975 Helm StierlinVon der Psychoanalyse zur Familientherapie
1976 Die Zeitschrift Familiendynamik wird gegründet

Jay HaleyProblem-Solving Therapy

1977 Mailänder Modell
Mara Selvini Palazzoli, Luigi BoscoloGianfranco Cecchin, Giuliana Prata: Paradoxon und Gegenparadoxon

Family Institute of Westchester gegründet von Betty Carter

1978 Gründung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie (DAF)

Hare-Mustin: A Feminist Approach to Family Therapy

1979 Erster großer Familientherapiekongress in Europa in Zürich mit dem Thema "Familie und Familientherapie"
1980 Josef Duss-von Werdt & Rosmarie Welter-EnderlinDer Familienmensch. Stuttgart: Klett-Cotta
1981 Mara Selvini Palazzoli, Luigi BoscoloGianfranco Cecchin, Giuliana Prata: Hypothetisieren, Zirkularität, Neutralität: drei Richtlinien für den Leiter der Sitzung

Kontextuelle Therapie
Ivan Boszormenyi-NagyKontextuelle Therapie. Therapeutische Strategien zur Schaffung von Vertrauen Familiendynamik, 6, 176-195

Lynn HoffmanThe Foundations of Family Therapy

Paul F. Dell & Harrold A. Goolishian: Order through fluctuation: An evolutionary epistemology for human systems. Australian Journal of Family Therapy 2: 175—184

Tagung des Instituts für Ehe und Familie in Zürich:
Paul Dell sprach zum ersten Mal über Maturana & Co.. Die ursprünglichen Größen unter den invited speakers, Mara Selvini und Gottlieb Guntern, rückten in die zweite Riege. Lynn Hoffman zog ihren Vortrag zurück und improvisierte, nachdem sie Paul Dell gehört hatte. Diese Tagung markierte die Geburtsstunde der neueren systemischen Therapie als Weiterentwicklung aus den Familientherapien heraus.

1982 "1. Internationale Konferenz über Epistemologie, Psychotherapie und Psychopathologie" in Houston/Texas

Carol Gilligan: In a Different Voice: Psychological Theory and Women’s Development. Cambridge: Harvard University

Richard Fisch, John H. Weakland, Lynn Segal: The Tactics of Change: Doing Therapy Briefly. Jossey-Bass

Richard Simon gründet die Zeitschrift The Family Therapy Networker

1983 Jürgens Hargens gründet die Zeitschrift für Systemische Therapie

Die Zeitschrift Familiendynamik erhält den Untertitel "Interdisziplinäre Zeitschrift für systemorientierte Forschung"

1984 Erste aktive Begegnung von systemischen Therapeuten mit Epistemologen in der Konferenz "The Construction of Therapeutic Realities" mit H.R. MaturanaH.v.Foerster,L.BoscoloG.Cecchin und K.Tomm in Calgary/Kanada.

Niklas LuhmannSoziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie Frankfurt: Suhrkamp

Fritz B. Simon und Helm StierlinDie Sprache der Familientherapie. Stuttgart: Klett-Cotta

Erster universitärer berufsbegleitender Weiterbildungsstudiengang "Familientherapie als systemisches Handeln im Sozial- und Gesundheitswesen" an der Universität Oldenburg unter der Leitung von Peter Kaiser

1985 Lösungsorientierte Kurztherapie
Steve de ShazerKeys to Solution in Brief Therapy. WW Norton

Sozialer Konstruktionismus
Kenneth J. GergenThe social constructionist movement in modern psychology. American Psychologist, 40, 266-275

1986 Problemdeterminierte Systeme
Harlene Anderson, Harold A. Goolishian & L. Winderman: Problem determined systems: Towards transformation in family therapy J. Strateg. Syst. Ther., 5: 1-14

Jürgen Hargens begründet die Reihe "Systemische Studien". Erster Band dieser Reihe:
Paul Dell: Klinische Erkenntnis. Zu den Grundlagen systemischer Therapie. Dortmund: verlag modernes lernen

1987 Gründung des Dachverbands für Familientherapie und systemisches Arbeiten (DFS)

Gründung der Zeitschrift systhema

In Österreich wird die Zeitschrift systeme gegründet

Kybernetik 2er Ordnung
Lynn HoffmanJenseits von Macht und Kontrolle. Auf dem Wege zu einer systemischen Familientherapie "zweiter Ordnung". Zeitschrift für Systemische Therapie 5(2), 7

Reflecting Team
Tom Andersen: The Reflecting Team

1988 Ludwig Reiter, Ewald-Johannes Brunner & Stella Reiter-Theil (Hrsg.): Von der Familientherapie zur systemischen Perspektive. Berlin, Heidelberg, New York: Springer

Die Zeitschrift System Familie wird gegründet

Familientherapie ohne Familie
Thomas Weiss: Familientherapie ohne Familie. Kurztherapie mit Einzelpatienten. München: Kösel

Richard C. SchwartzWorking with internal and external family systems. Family Relations, July 1988

Familien und größere Systeme
Evan Imber-BlackFamilies and Larger Systems: A Family Therapist's Guide through the Labyrinth. Guilford Press

Fragen als Interventionen
Karl Tomm & John Lannamann: Questions as interventions. Networker Sept./Oct.: 38-41

Linguistic Systems
Harlene Anderson & Harold A. Goolishian: Human Systems as Linguistic Systems: Preliminary and Evolving Ideas about the Implications for Clinical Theory Family Process, 27: 371-393

1990 Wilhelm Rotthaus: Systemische stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie

Narrativer Ansatz
Michael White & Brian Epston: Narrative Means to Therapeutic Ends

1992 Erste programmatische deutschsprachige Monographie zu Systemischer Therapie:
Kurt LudewigSystemische Therapie. Grundlagen klinischer Theorie und Praxis. Stuttgart: Klett-Cotta

Postmoderne
Jochen Schweitzer et al. (Hg.): Systemische Praxis und Postmoderne. Frankfurt: Suhrkamp

Family Institute of New Jersey gegründet von Monica McGoldrick 
 

1993 Gründung der Systemischen Gesellschaft (SG)

Lösungsorientierte Therapie im stationären Rahmen
Michael DurrantResidential Treatment. A Cooperative, Competency-Based Approach to Therapy and Prigram Design London - New York: W. W. Norton

1994

Personzentrierte Systemische Therapie
Jürgen KrizPersonzentrierter Ansatz und Systemtheorie. Personzentriert, 1: 17-70

David und Jill Scharf verlassen die Washington School of Psychiatry um das International Institute of Object Relations Therapy zu gründen

1995

Family Studies Inc., umbenannt in The Minuchin Center

1996 Arist von Schlippe & Jochen SchweitzerLehrbuch der systemischen Therapie und Beratung
1999 Günter Schiepek: Die Grundlagen der Systemischen Therapie

 

2000 Gründung der Zeitschrift Psychotherapie im Dialog

DAF und DFS schließen sich zusammen zur Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF)

2005 Tom Levold gründet das systemagazin - Online-Journal für systemische Entwicklungen

Jochen Schweitzer, Elisabeth Nicolai, Nadja Hirschenberger: Wenn Krankenhäuser Stimmen hören. Lernprozesse in psychiatrischen Organisationen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht

2006 Jochen Schweitzer & Arist von Schlippe: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung II - Das störungsspezifische Wissen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht
2007 Kirsten von Sydow, Stefan Beher, Rüdiger Retzlaff, Jochen Schweitzer: Die Wirksamkeit der Systemischen Therapie /Familientherapie. Göttingen: Hogrefe

 

2008 Am 14.12.08 hat der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie die Systemische Therapie für die Bereiche Erwachsenenpsychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie als wissenschaftlich anerkannt eingestuft

Start des ersten berufsbegleitenden Master-Studiengangs Klinische Familienpsychologie an der Hochschule Vechta mit integrierter Familientherapie-Ausbildung incl. Selbsterfahrung und Supervision

2009 Die Ausbildung zum approbierten Psychotherapeuten in Systemischer Psychotherapie für Erwachsene wird im Dezember 2009 vom Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz anerkannt
2011 Die Ausbildung zum approbierten Psychotherapeuten in Systemischer Psychotherapie für Kinder und Jugendliche wird im November vom Landesprüfungsamt NRW zugelassen
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© Thorsten Isack