Supervision

 

Die Methode der Supervision wird zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit eingesetzt. Sie bietet die Möglichkeit, die Arbeitsweise und die Arbeitsinhalte mit Distanz (auf der Metabebene) zu reflektieren. Je nach Auftrag umfasst sie die organisatorische, fachliche und persönliche Ebene. 

 

In meinen Supervisionen verdeutliche ich die Themen mit Hilfe von Visualisierungen, Skulpturarbeit und vielen anderen Methoden, die helfen,  den Prozess lebendig zu gestalten. 

 

Als lehrender Supervisor arbeite ich u. a. im Bereich der Weiterbildungen zum Systemischen Berater / Therapeut der Paritätischen Akademie Süd gGmbH und des Wissenschaftlichen Instituts für Psychologie und Organisationsberatung (WISPO AG).

 

Ich bin sowohl deutschlandweit, sowie in Köln, Düsseldorf dem Ruhrgebiet und in NRW als Supervisior tätig. 

 

Erfahrungen als Supervisor habe ich u. a. in den Bereichen:

 

- Jugendhilfe (Erziehungstellen, Flex, SPFH, stationäre / teilstationäre             Hilfen

- Kontext Gewalt

- Arbeit mit Menschen die eingeschränkt sind

- Feuerwehr, Polizei

- Altenhilfe

- Weiterbildungsbereich

- Dienstleistungssektor, Industrie und Wirtschaft

 

 

 

 

Hier einige Beispiele für Themen in der Supervision: 

 

 

Der Supervisor im Gespräch mit dem Supervisanden. Es gibt eine konkrete Fragenstellung des Supervisanden. Mit Unterstützung des Supervisors geht man auf die Lösungssuche.

 

 

 

 

Die "klassische" Fallsupervision. Supervisor und Supervisand betrachten das Klientensystem. Wo gibt es bereits hilfreiche Lösungsansätze, was könnten Fallstricke sein etc.

 

 

 

 

Supervisor und Supervisand (Berater) schauen auf den Beratungsverlauf zwischen Supervisand und Klient / Kunden. Welche Phasen sind erkennbar? In welcher Phase war welche Methode und Intervention hilfreich? Was hat die Kompetenz des Kunden oder des Beraters gestärkt, was geschwächt?

 

 

 

 

Blick auf die Interaktion zwischen Kunden und Supervisand (Berater). Wie geht der Berater in Kontakt. Welche Themen werden vermieden, welche bevorzugt angeboten etc. 

 

 

 

 

Die Selbstreflexion des Supervisionsprozesses auf der Metabene. Wie gehen Supervisor und Supervisand in Kontakt? Wie werden Themen angesprochen? Sind Kommunikationsmuster erkennbar?

 

 

 

 

Kontextanalyse: Welche gemeinsamen Anteile von Supervisand (Berater) und Klienten / Kunden gibt es? Wofür sind sie in der Beratung förderlich, wofür hinderlich? 

 

 

 

 

Selbstreflexion des Supervisanden in seiner Rolle als Berater und Person. Ein Schreiner hat u. a. einen Hammer, ein Lineal etc. als Werkzeug. Ein Buchhalter den PC, den Taschenrechner etc. Der Coach / Therapeut / Berater hat nur sich als Werkzeug und Resonanzkörper. Je besser er sich kennt, desto besser kann er auf die Klienten / Kunden und Ihre Bedürfnisse reagieren. 

 

 

 

Definition und Einsatz von Systemischer Supervision

 

Systemische Supervision ist ein professionelles Verfahren der Beobachtung und Reflexion beruflicher Praxis innerhalb und außerhalb von Organisationen, das in unterschiedlichen Settings angeboten wird (Einzelne, Gruppen, Teams etc.). Ursprünglich in klinischen und psychosozialen Kontexten als Verfahren fallbezogener Praxisanleitung von Sozialarbeitern und Psychotherapeuten durch erfahrene Praktiker konzipiert, wird sie zunehmend auch als Reflexionsmöglichkeit im betrieblichen Kontext (Leitungssupervision, Organisationssupervision etc.) von Wirtschafts- und Nichtwirtschaftsunternehmen genutzt.

 

Als personenbezogene Beratung in Organisationen hat die Systemische Supervision aber (im Unterschied etwa zur klassischen „sachbezogenen“ Organisationsberatung) in der Regel nicht die Entscheidungen der Organisation selbst im Fokus, sondern den Bereich der unmittelbaren, direkten und beobachtbaren Kommunikation der Organisations-Mitglieder.

 

Organisationen sind in erheblichem Umfang auf diese Kommunikationsprozesse angewiesen, die allerdings gewissermaßen ein Eigenleben führen, auch wenn es die Organisation ist, die Interaktion initiiert und organisiert.

 

Der systemische Ansatz verfügt über spezifische Besonderheiten, die für die Supervision dieser Kommunikationsprozesse besonders förderlich sind:

 

  • eine ausdifferenzierte und komplexe Theorie der Organisation als Sozialsystem, die es erlaubt, individuelles berufliches Handeln im Kontext eines größeren Systems zu betrachten
  • Ein breites Spektrum von Methoden und Techniken Systemischer Beratung für einen strukturierten und strukturierenden Umgang mit Mehrpersonensystemen
  • Orientierung an den Anliegen der supervidierten Systeme und dialogische bzw. trialogische Auftragsklärung mit Supervisanden und Organisationsleitung
  • Ziel- und Lösungsorientierung in Bezug auf die präsentierten Anliegen
  • Ausrichtung an den Ressourcen und bereits vorhandenen positiven Kooperationserfahrungen
  • Eine allparteiliche Haltung und Gender-Sensibilität
  • Eine angemessene affektive Rahmung von Klärungsprozessen, die für einen guten Ausgleich von Stimulation und Beruhigung sorgt.

 

Auch im Weiterbildungsbereich nimmt systemische Supervision eine zentrale Rolle in den systemischen Curricula ein. Supervidiert werden Einzelne, Gruppen und Teams. Inhaltlich und formal wird zwischen Fallsupervision, Team- und Konzeptentwicklung unterschieden. Supervision kann auch in Form von Live- Supervision oder Konsultation erfolgen.

 

 

 

(u. a. aus: Richtlinien der Systemischen gesellschaft)

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© Thorsten Isack